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North3 - Abenteuerlust und soziales Gewissen

Simon Gietl und Vittorio Messini starten am Sonntag, den 27. Mai eine sportlich und alpinistisch anspruchsvolle Aktion. Sie wollen in 48 Stunden den Ortler, die große Zinne und den Großglockner bezwingen und die Strecke dazwischen mit dem Fahrrad zurücklegen. Bei aller Abenteuerlust vergessen die beiden nicht den sozialen Aspekt. Unter allen, die während der Zeit, wenn die Aktion läuft, eine Spende an "Südtirol hilft" überweisen, werden ihre Ausrüstungsgegenstände verschenkt. Das kann von einer Kleinigkeit als Erinnerungsstück bis zum Fahrrad reichen. Sämtliche Ausrüstung wird vergeben.

Dabei sein ist einfach. Spenden können wie immer mit Kreditkarte oder via Homebanking über die Homepage www.suedtirolhilft.org gemacht werden, direkt bei allen Banken oder als Spendenzusage (baldige Überweisung notwendig) sowie über die Homepage oder unter der Spendenhotline 800 832 890.

Die Aktion
3+2=2 – drei markante Nordwände, zwei kräftezehrende Strecken mit dem Rennrad und zwei Alpinisten. Simon Gietl und Vittorio Messini planen 7.300 Höhenmeter und 330 Kilometer - „BY FAIR MEANS“ in 48 Stunden für ihr CLIMB & BIKE PROJEKT. Sie starten in Sulden. Ihr Zielort ist Kals am Großglockner - bis dahin heißt es Grenzen ausloten, erkennen, verschieben.

Ende Mai, früher Sonntagabend im Bergdorf Sulden, am Fuß der Ortler-Gruppe. Simon Gietl, Profi-Alpinkletterer sowie Bergführer aus Leidenschaft, und Vittorio Messini, Bergführer aus Kals in Osttirol, starten zum ersten der drei ausgewählten Gipfel. Sie gelten als eingespieltes Team am Fels. Ihre Seilschaft bewährte sich nicht zuletzt 2017 als die beiden die neue Route „Shiva´s Ice“ am Shivling (6543 m) meisterten. Ihr neues Projekt steht kurz bevor. Ob sie gut vorbereitet sind? „Das werden wir dann sehen“, sagt Simon Gietl und lacht. Den Ortler (3.905 m), höchsten Gipfel Südtirols, wollen die jungen Profi-Bergsteiger um ca. 1.00 Uhr morgens erreichen – ihre Route führt, natürlich, durch die Nordwand. Skier ermöglichen eine schnelle Abfahrt, denn ihre Bikes warten bereits im Tal auf die erste Rad-Etappe mit Zwischenstopp um 8.00 Uhr morgens in Bozen. Läuft alles nach Plan, schwingen sich Simon und Vittorio nach 246 Kilometern gegen 17.30 Uhr aus dem Sattel und machen sich auf den Weg zur großen Zinne, der Cima Grande di Lavaredo (2.999 m). Ihr Weg nach oben verläuft über die klassische Route Comici-Dimai. Abwärts geht es über den Normalweg.

Auf den Spuren von Hans Kammerlander und Hans-Peter Eisendle
Am Fuße der Zinnen standen vor etwa 27 Jahren zwei andere legendäre Bergsteiger: Hans Kammerlander, Extrembergsteiger aus Ahornach, und der Sterzinger Bergführer Hans-Peter Eisendle. Im Jahr 1991 definierte das Zweier-Team das Projekt „Von Nord nach Nord“. Sie durchstiegen die Nordwände des Ortlers und der großen Zinne in 24 Stunden. Die Etappe zwischen Sulden und Toblach absolvierten Kammerlander und Eisendle ebenfalls mit dem Rad. Am Fuße der Zinnen endete 1991 ihr Projekt. Simon Gietl und Vittorio Messini machen weiter. Sie werden erneut in die Pedale treten und die Zinnen hinter sich lassen. Es stehen weitere 117 Bike-Kilometer bevor, bis sie Kals, den Ausgangspunkt für den höchsten Berg Österreichs erreichen. Der Großglockner stellt ihre letzte Herausforderung im Rahmen ihres North3-Projekts dar. Ihr Zeitplan sieht vor, dass sie den Gipfel des Großglockners gegen späten Mittag des zweiten Tages erreichen. Der Weg nach oben führt durch die Nordwand. Zuletzt bleibt der Abstieg bis zum Lucknerhaus. Dort stoppt die Zeit aller Voraussicht nach gegen 19.00 Uhr und ihr Drang zum nächsten Berg. Damit die beiden SALEWA Athleten Simon und Vittorio ein Stück weit begleitet werden können, wenn sie aus eigener Kraft nicht nur die drei Nordwände erklimmen, sondern auch die dazwischen liegenden Distanzen absolvieren, kann das Projekt unter www.salewa.com/north3 live verfolgt werden.

Hier das Video zur Aktion: https://www.youtube.com/watch?v=D0h7hqCClNU